Abschnittsübersicht

  • Schule einmal anders 
    Lies den Text und die Aufgaben 15–20. 
    Kreuze bei jeder Aufgabe die richtige Lösung an.

    Ein Klassenzimmer, 30 Schüler, vorne an der Tafel steht der Lehrer und unterrichtet. So sieht 
    normalerweise Schule aus. Oder vielleicht doch nicht immer?  
    Es geht nämlich auch anders: die „Web-Individualschule“ hat keine Klassenräume, keinen 
    Pausenhof und keine Tafeln. Hier findet der Unterricht nur über den Computer statt. Manche 
    Schüler, deren Eltern zum Beispiel beruflich für längere Zeit ins Ausland müssen, können keine 
    normale Schule in Deutschland besuchen. Sie fehlen zu lange im Unterricht und irgendwann sind 
    ihre Wissenslücken zu groß. Diese Kinder und Jugendlichen haben aber meistens – wo auch 
    immer sie gerade auf der Welt sind – einen Internetanschluss. Und das reicht, um an der 
    Internetschule unterrichtet zu werden. 
    In dieser Schule bekommt jeder Schüler seinen eigenen Lernplan per E-Mail zugeschickt. Das 
    sind Aufgaben aus verschiedenen Themengebieten. Der Schüler lässt sich soviel Zeit, wie er 
    braucht. Er sendet dann die Aufgaben zurück, wenn er fertig ist. Danach erhält er sein nächstes 
    „Lernpaket".  
    Das Besondere dabei ist, dass die Schüler nicht einfach irgendwelche Standardaufgaben 
    bekommen. Nein – jeder Schüler bekommt Übungen, die nur für ihn gemacht wurden. Zum 
    Beispiel berechnet dann ein Fußball-Fan, wie man schießen muss, um das Tor zu treffen. Ein 
    Schüler, der sich für Autos interessiert, lernt, wie ein Automotor funktioniert. Schüler, die 
    Computerspiele mögen, schreiben Aufsätze darüber, warum es Altersgrenzen für viele Spiele gibt. 
    Und so ist Lernen kein „trockener Unterricht“, sondern es bedeutet, mehr über interessante 
    Themen zu erfahren.  
    Manche Leute kritisieren, dass Kinder dabei allein vor dem Computer lernen. Sie meinen, dass 
    man in der Schulzeit auch lernen soll, mit anderen zusammen zu arbeiten – so etwas lernt man in 
    der Internet-Schule tatsächlich nicht.  
    Für die Prüfung können sich die Schüler grundsätzlich an jeder Schule anmelden. Diese Schule 
    muss natürlich die passende Abschlussprüfung anbieten. Die Abschlussprüfung selber findet also 
    nicht im Internet statt. Wie normale Schüler müssen die Web-Individualschüler eine Prüfung an 
    einer staatlichen Schule mitschreiben. Die Internet-Schüler machen sich hier aber keine Sorgen: 
    Bis jetzt haben alle ihre Prüfungen bestanden und keiner musste sie wiederholen. 

    • Ein Klassenzimmer, 30 Schüler, vorne an der Tafel steht der Lehrer und unterrichtet. So sieht 
      normalerweise Schule aus. Oder vielleicht doch nicht immer?  
      Es geht nämlich auch anders: die „Web-Individualschule“ hat keine Klassenräume, keinen 
      Pausenhof und keine Tafeln. Hier findet der Unterricht nur über den Computer statt. Manche 
      Schüler, deren Eltern zum Beispiel beruflich für längere Zeit ins Ausland müssen, können keine 
      normale Schule in Deutschland besuchen. Sie fehlen zu lange im Unterricht und irgendwann sind 
      ihre Wissenslücken zu groß. Diese Kinder und Jugendlichen haben aber meistens – wo auch 
      immer sie gerade auf der Welt sind – einen Internetanschluss. Und das reicht, um an der 
      Internetschule unterrichtet zu werden. 
      In dieser Schule bekommt jeder Schüler seinen eigenen Lernplan per E-Mail zugeschickt. Das 
      sind Aufgaben aus verschiedenen Themengebieten. Der Schüler lässt sich soviel Zeit, wie er 
      braucht. Er sendet dann die Aufgaben zurück, wenn er fertig ist. Danach erhält er sein nächstes 
      „Lernpaket".  
      Das Besondere dabei ist, dass die Schüler nicht einfach irgendwelche Standardaufgaben 
      bekommen. Nein – jeder Schüler bekommt Übungen, die nur für ihn gemacht wurden. Zum 
      Beispiel berechnet dann ein Fußball-Fan, wie man schießen muss, um das Tor zu treffen. Ein 
      Schüler, der sich für Autos interessiert, lernt, wie ein Automotor funktioniert. Schüler, die 
      Computerspiele mögen, schreiben Aufsätze darüber, warum es Altersgrenzen für viele Spiele gibt. 
      Und so ist Lernen kein „trockener Unterricht“, sondern es bedeutet, mehr über interessante 
      Themen zu erfahren.  
      Manche Leute kritisieren, dass Kinder dabei allein vor dem Computer lernen. Sie meinen, dass 
      man in der Schulzeit auch lernen soll, mit anderen zusammen zu arbeiten – so etwas lernt man in 
      der Internet-Schule tatsächlich nicht.  
      Für die Prüfung können sich die Schüler grundsätzlich an jeder Schule anmelden. Diese Schule 
      muss natürlich die passende Abschlussprüfung anbieten. Die Abschlussprüfung selber findet also 
      nicht im Internet statt. Wie normale Schüler müssen die Web-Individualschüler eine Prüfung an 
      einer staatlichen Schule mitschreiben. Die Internet-Schüler machen sich hier aber keine Sorgen: 
      Bis jetzt haben alle ihre Prüfungen bestanden und keiner musste sie wiederholen.