Für viele Schüler gibt es nach dem Abitur nur zwei Alternativen: entweder an einer Universität studieren oder in einem Betrieb eine Ausbildung machen. Dass es eine Kombination aus beidem gibt, ist den meisten Schülern nicht bekannt. Duales Studium nennt sich die ungewöhnliche Doppelausbildung, bei der man eine Berufsausbildung (zum Beispiel als Chemielaborant) und ein Studium (zum Beispiel im Bereich Chemie) miteinander verbinden kann. Voraussetzung ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen, an das die Absolventen vielfach auch nach ihrem Abschluss gebunden sind. Auf der Grundlage des Ausbildungsvertrages finanziert das Unternehmen faktisch das gesamte Studium. In den vier bis fünf Jahren Studium müssen sich die Studenten im Unterschied zu einem normalen Universitätsstudium auf einen straff |
organisierten, stark verschulten und streng fachbezogenen Stundenplan einstellen, der zwar praxisnäher, dafür aber weniger wissenschaftsorientiert ist. In der Regel verbringen die Studenten mindestens das erste Semester in dem Betrieb, in dem sie ihre Berufsausbildung machen. Danach wechseln sich Theorie- und Praxisphasen ab. Dabei werden die Semester studierend an der Hochschule verbracht und die gesamten Semesterferien arbeitend im Betrieb. So verlängert sich die Regelstudienzeit nicht. Nach acht bis zehn Semestern sind die Studenten fertig ausgebildet. Sie haben im Studium die Möglichkeit, ihr Fachwissen unmittelbar im Beruf anzuwenden und umgekehrt Probleme aus der beruflichen Praxis in Seminaren zu diskutieren. Quelle: www.zeit.de 31.3.2009 (zu Prüfungszwecken bearbeitet) |